Typografie ist für mich der interessanteste Aspekt im Bereich von Layout & Design. Es scheint völlig egal, mit welcher Schriftart beispielsweise ein Buch gedruckt wird – es ist jedoch in Wirklichkeit sehr wichtig. Schriften für Bücher sind besonders vorsichtig zu wählen, da man die Typografie nach dem Druck leider nicht mehr ändern kann.

Diese Schrift erkennst du womöglich auf den ersten Blick. Wenn du dich sogar ein bisschen mit Typografie auskennst, dann weißt du, dass Verdana eine moderne Schrift ist, die (ausschließlich) für digitale Medien designt wurde: Es ist eine screen-Schrift. Für Bücher ist Verdana deshalb eher ungeeignet – für E-Books allerdings kann sie eine Alternative darstellen.

Helvetica – der Klassiker und Liebling aller Designer. Mit “der Helvetica” kannst du nicht viel falsch machen, allerdings eignet sie sich eher für kurze bis mittellange Texte als für ein 500-Seiten-Buch. Diese Schrift ist dir sicherlich schon oft auf Plakaten, Postern und in Prospekten aller Art begegnet. Obwohl Helvetica für so ziemlich jedes Medium geeignet ist, gibt es für Bücher bessere Schriftarten, z.B. die folgende.

Palatino LT ist eine typische Schrift für Fantasy-Bücher und / oder Lektüre für Kinder. Sie wirkt ein wenig zauberhaft, ausschweifend und beinahe alt – dennoch eignet sich Palatino LT hervorragend für Bücher aller Art, nicht ausschließlich für die genannten Beispiele. Der Leser wird sich auch nach 500 Seiten immer noch über das gut lesbare Schriftbild freuen.

Klare Linien und das gewisse Etwas. Franklin Gothic hätte wahrscheinlich ein sehr markantes Kinn, wenn die Schriftart ein Mensch wäre. Eine sehr männliche, kräftige und kühle Schriftart – aufgrund der guten Lesbarkeit allerdings dennoch für Bücher und sonstige Printmedien geeignet. Schlicht & elegant. So einfach ist das.

Tipp! Garamond ist wahrscheinlich die beliebteste Standardschrift für alle angehenden Schriftsteller, Buchdesigner, Layouter für Printmedien & viele andere. Wenn du dir nicht sicher bist, mit welcher Schrift dein Buch gedruckt werden soll, dann schließe die Augen und entscheide dich für Garamond.
Welche Schriftart für ein Buch?
Womöglich ist deine Frage immer noch nicht beantwortet – Das wäre natürlich schade. In nächster Zeit werden weitere Teile dieser Serie erscheinen, vielleicht ist dann beim nächsten Artikel deine neue Lieblingsschrift dabei…
Buchtipps – Typografie
- Erste Hilfe in Typografie: Ratgeber für Gestaltung
- Design und Typografie – Die Gesetze guten Designs
- Grundkurs Gestaltung: Mit konkreten Praxislösungen
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Ich bin gerade dabei, ein Buch zu schreiben und hab mir das hier angesehen. Danach hab ich einen Probetext in Garamond und Verdana ausgedruckt und, obwohl Sie hier schreiben, dass Verdana nicht für Bücher geeignet ist, haben sich die meisten der Testleser (Familie) bei der Frage: “Welche Schriftart ist lesbarer/besser?” für Verdana entschieden. Deshalb: wieso sollte Verdana nicht für Bücher geeignet sein?
Hallo M. Hoffmann,
ich habe mich leider missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich kann man Verdana für Bücher verwenden. Meine Begründung (“ist ungeeignet, weil es eine Screenschrift ist”) ist natürlich Blödsinn. Die eigentliche Begründung lautet, dass – zumindest aus meiner Erfahrung – Menschen dazu tendieren, Schriftbilder nicht nur nach Lesbarkeit, sondern auch Aktualität und Design beurteilen.
Die Verdana begegnet uns im täglichen Leben seit 1996 auf einem Großteil der Internetseiten und ausgedruckten Flyern, Broschüren, etc. Ich mutmaße, dass sich einige Menschen daran “sattgesehen” haben.
Wenn Ihre Familie die Verdana besser geeignet findet, kann es durchaus sein, dass noch mehr Leser so denken.
Außerdem gibt es ein großes Gefälle: Technische, sachliche und formelle Texte machen in der Verdana eine tolle Figur, für Fantasiegeschichten erscheint mir (persönlich) eine schwungvolle, kreative Schriftart wie Garamond, Georgia oder Palatino besser geeignet.
PS: Eine interessante Besonderheit verrät uns auch Wikipedia.org:
Der Hauptgrund ist sicherlich, da die Verdana eine serifenlose Schrift ist und das Auge so nicht optimal geführt wird…gerade bei längeren Texten kann das schwierig werden…