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Tipps für Autoren und Schriftsteller: So schreibst du ein gutes Buch

Harry Potter mag umschritten sein, allerdings handelt es sich um einen Bestseller. Und Mrs Rowling hat nicht zufällig so viel Erfolg mit ihrer Potter-Reihe. Es gibt Regeln, die bei strikter & akribischer Befolgung dazu führen, dass ein Buch gut wird – oder eben ein Bestseller. Ob du nun über Plankton und seinen Nutzen im pazifischen Ozean oder über…

Gute Bücher sind besondere Bücher

Ein gutes Buch schreiben bedeutet mit der Zeit zu gehen oder ihr davonzulaufen. Entweder du passt dich an und hast Erfolg oder du bist erfolgreich, weil du unangepasst bist.

Beide Wege stellen Alternativen dar, jedoch kannst du dich nur für einen Pfad entscheiden!

Die Überschrift „Gute Bücher sind besondere Bücher“ entspricht der Wahrheit – es gibt natürlich kein objektiv betrachtetes gutes Buch, sondern lediglich subjektiv für gut befundene Bücher. Sobald jedoch viele subjektive Meinungen über ein Buch zusammenfließen, ergibt sich daraus eine scheinbar objektive Wahrnehmung und plötzlich schreien alle: „Das Buch ist klasse – muss man gelesen haben.“

Nochmal zurück zu deinen zwei Alternativen: Anpassung oder Rebellion? Du wirst mit Sicherheit auf beiden Wegen zum Erfolg kommen und ein gutes Buch schreiben. Denn obwohl die Pfade sich scheinbar unterscheiden, sind deine Aufgaben stets gleich:

Erkenne den Leser

Wer ist dieser Mensch, der in den Buchladen gegangen ist und dein Buch gekauft hat? Wen hast du angesprochen? Wie hast du ihn angesprochen? Lag es an der gut eingefädelten Werbekampagne oder an deiner Schreibkunst?

Natürlich kannst du dir darüber vor der Veröffentlichung keine Klarheit verschaffen, dennoch solltest du dich an diesem Gedankenexperiment versuchen und dich bemühen, dich in der Leserschaft zu erkennen.

Welche Gründe gibt es für dich, um ein Buch gut zu finden? Worin unterscheidet ihr (deine Leserschaft und du) euch?

Fasziniere den Leser

Faszinieren bedeutet be-geistern. Es heißt, den Leser zu fesseln, ihm Leben einzuhauchen. Möglichst ein Leben, dass er sich wünscht oder welches er fürchtet. Es geht darum, dass du den Leser sowohl umschmeichelst als auch verschreckst.

Viele Selbsthilfe-Bücher schmeicheln dem Leser und betonen, wie besonders er sei. Steven King wählt den Weg des Horrors und macht den Lesern Angst.

Die Gratwanderung bedeutet „in Sicherheit fürchten“ so umzusetzen, dass ein möglichst breites Publikum Gefallen an den zwei Extremen findet.

Berühre den Leser

Das Prinzip Angst funktioniert nicht auf der bloßen Basis eines Er-schreckens, sondern basiert auf geschickter Manipulation des Geistes deiner Leser! In Wirklichkeit ist Angst & Horror schrecklich und niemand möchte sich freiwillig damit befassen – dennoch ist Steven King in genau diesem Genre Multimillionär geworden.

Wie schafft er das? Indem er den Leser mit auf eine (oftmals sehr persönliche) Reise nimmt, ihn in ein Reich der Fantasie entführt und Dinge zeigt, die den Leser Furcht empfinden lassen.

Es gilt stets die dünne Linie zu erkennen, die zwischen einer sanften Berührung und einem harten Schlag ins Gesicht liegt. Entweder du schreibst zu lasch oder zu krass – die Mitte garantiert ein gutes Buch, von dem ein möglichst großes Publikum behaupten wird: „Das Buch ist klasse – muss man gelesen haben.“

Zusätzlich gilt: Die Zeit beachten!

Ich meine nicht die Zeit im Sinne von Präsens, Plusquamperfekt oder Futur, nein! Ich meine die Zeit, in die du deine Leser entführen möchtest. Und die Zeit, in der du den Leser die Zeitreise diktierst!

Das ist ein relativ komplizierter Sachverhalt und noch dazu ein sehr wichtiger:

Bücher (Geschichten) werden stets vergleichend wahrgenommen. Harry Potter beispielsweise ist zum Welterfolg geworden, weil die ursprünglich (traditionelle) Fantasy-Welt aus einer Vergangenheit in das Jetzt portiert wurde.

Fantasiegeschichten gab es schon immer – Harry Potter als DAS moderne Märchen war jedoch etwas völlig Neues.