Schriftsteller sind neben Künstlern aus anderen Branchen (Film, Musik, Theater, etc. dafür bekannt, auf ihre Bücher und Manuskripte andere Namen zu schreiben als den eigentlichen bürgerlichen Namen: Sie benutzen Pseudonyme. Ein Deckname wird oft aus verschiedenen Gründen gewählt; manche Künstler möchten anonym bleiben oder sich von ähnlich klingenden Konkurrenten unterscheiden…
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Was ist ein Pseudonym?
Lassen wir Wikipedia das kurze und bündige Wort ergreifen:
Das Pseudonym (griechisch ψευδώνυμος, -ον, pseudónymos – wörtlich “fälschlich so genannt” von τὸ ψεύδος, pseúdos – die Lüge und ὄνομα, ónoma – der Name) ist ein fingierter Name, den besonders Künstler und Schriftsteller aus unterschiedlichen Gründen verwenden. (Quelle: Wikipedia)
Es handelt sich also um eine bewusste Täuschung (des Lesers). Wieso jedoch sollte man in Betracht ziehen, den Leser in die Irre zu führen?
Schriftsteller wählen Pseudonyme – warum?
Sie benutzen Decknamen beispielsweise, um nicht persönlich mit einem womöglich anstößigen oder provokanten Werk in Verbindung gebracht zu werden. Erich Kästner wählte kurz vor der Zeit des NS-Regimes den Namen Berthold Bürger, um unerkannt publizieren zu können.
Ein völlig anderer Grund: Steven King, ein immens erfolgreicher Horror-Autor, wählte Richard Bachmann,
um den Markt nach den Erfolgen von “Carrie”, “Brennen muß Salem” und “The Shining” nicht mit King-Büchern zu überschwemmen und um zu sehen, ob seine Texte wegen des Namens auf dem Umschlag oder wegen ihrer Qualität gekauft werden. (Quelle: Wikipedia)
Dein persönlicher Deckname
Vielleicht bist du auf diesen Artikel gestoßen, weil du ebenfalls überlegst, ein Pseudonym für dich als Schriftsteller oder Autor oder lediglich einzelne Werke zu erfinden und nun nach Ideen suchst.
Eine wichtige Frage, die du dir stellen solltest, lautet: “Brauchst du ein Pseudonym oder willst du nur einen Decknamen, um außergewöhnlicher zu erscheinen als du wirklich bist?”
Ich denke, dass ein Deckname immer dann sinnvoll ist, wenn er beispielsweise eine neue Ära umschreiben soll, in der ein schreibender Mensch eine andere Richtung / Gangart einschlägt. Wenn man als Schriftsteller für Liebesromane bekannt geworden ist, wäre es unklug, denselben Namen für brutale oder verstörende Thriller zu wählen.
“Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht unterschreiben will.” (Anatole France)
Sobald sich das Publikum an einen Namen gewöhnt hat, wird eben dieser Name höchstwahrscheinlich für alle Zeiten mit dem Genre in Verbindung gebracht; die Leserschaft unnötig zu verwirren wäre unklug, deshalb ist in einem solchen Fall ein Pseudonym angebracht.
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