Volksballade
| Begriff | Kommt von dem lateinischen Wort “ballare” (tanzen) und bezieht sich ursprünglich auf Tanzlieder. |
| Definition | Die Volksballade ist eine der zwei im deutschen Raum verbreiteten Arten von →Balladen. Im Gegensatz zur →Kunstballade zeichnet sie sich dadurch aus, dass nicht genau festlegbar ist, wer sie wann erfunden hat. Sie wurde mündlich weitergegeben und gegebenenfalls an das entsprechende Milieu angepasst. Volksballaden erheben mit ihren einfachen lyrischen liedhaft formulierten Erzählungen keinerlei Wahrheitsanspruch. |
| Verwendung | Zur Unterhaltung des Volkes hat dieses die Volksballade selbst hervorgebracht und verbreitet. Daher findet man vor allem Stoff, der das Volk bewegt – also Liebesgeschichten oder das arm-reich Gefälle der Gesellschaft. |
| Beispiel | Es waren zwei Königskinder
Es waren zwei Königskinder, „Ach Liebster, könntest du schwimmen, Das hört’ eine böse Nonne, „Ach Fischer, liebster Fischer, Er warf das Netz ins Wasser, Sie schloß ihn in ihre Arme Sie schwang um sich ihren Mantel Da hörte man Glocken läuten, |
