Preislied

Begriff Ein preisendes Lied/Gedicht zu Ehren eines (germanischen) Herrschers.
Definition Mit Preisliedern wurden frühen germanische Herrschern gehuldigt. Entweder indem der Herrscher direkt beschrieben wurde (Schlachterfolge, persönliche Vorzüge wie Mut etc.) oder indirekt, indem ein zu ihm gehörender Gegenstand (z.B. ein Schwert, Pferd, Schild) besungen wurde, dessen Kräfte dann auch wieder auf den Herrscher zurückfielen. Es gibt zwei Gattungen von Preisliedern: Die →drápa (ein sehr kunstvolles Preisgedicht zu Ehren der höhreren Fürsten) und die →flokkr (für die niederen Fürsten).
Verwendung Zu Ehren des Königs wurden Preislieder erdichtet – nah verwandt mit →Hymnen und →Oden.
Beispiel Ragnarsdrápa (Bragi Boddasons)