Ballade
| Begriff | Das Wort ist abgeleitet von dem lateinischen Wort “ballare” (tanzen) und bedeutet daher ursprünglich Tanzlied. |
| Definition | Balladen unterliegen keinen sehr festen formalen Bindung. Wesentlich ist vielmehr (in der deutschen Literatur), dass eine Ballade erzählendes Gedicht ist, das mehrere Strophen hat und oftmals einen pointierten Schluss aufweißt. |
| Verwendung | Balladen werden verwendet für märchenhafte und “echte” Geschichten, für humorvolle und ernste Erzählungen. Man unterscheidet die →Volksballade von der →Kunstballade. |
| Beispiel | Der Erlkönig (Goethe)
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? — „Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, „Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort „Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind, |
