Die 3 größten Fehler eines Schriftstellers

by Wort/Satz/Buch on 29. April 2010 · 2 comments

Manche Schreiberlinge nennen sich Schriftsteller und sind in Wirklichkeit nur scheinbar kreative Kopiermaschinen. Sie saugen irgendeinen “echten” Schriftsteller in sich auf und denken, eine Muse hätte sie geküsst.

Das Ergebnis ist Abklatsch #1631 eines King-Romans (Steven King würde sich im Grab umdrehen, wenn er bereits tot wäre!). In diesem direkt an Möchtegern-Schreiberlinge gerichteten Artikel geht es um die 3 größten Fehler eines Schriftstellers.

UPDATE: Zu diesem Artikel gibt es jetzt auch ein Video auf Youtube.com!

Fehler #1 – Planlosigkeit

Du kannst zwar einen Roman schreiben, ohne das Ende zu wissen, aber du kannst keinen Roman schreiben, wenn du den Beginn deiner Geschichte nicht kennst. Natürlich steht es dir frei, draufloszuschreiben und darauf zu hoffen, dass gute Ideen wie von Zauberhand auf dem (digitalen) Papier landen…

Allerdings wird das nicht geschehen. Du musst zumindest das Thema grob umreißen und dir bereits vorstellen können, wie man sich als Leser bei der Lektüre deines Werks fühlen wird. Langeweile spricht für Planlosigkeit des Autors, Genervtheit spricht für Planlosigkeit und auch das Bedürfnis des Lesers, das Buch nur noch durchzublättern und es schließlich umzutauschen spricht für die Planlosigkeit des Autors.

Entwerfe einen Plan. Skizziere die Geschichte. Male einen roten Faden.

Fehler #2 – Alles nur geklaut

Die Menschen lieben Kriminalgeschichten. Die Leute lechzen nach Horror. Kinder träumen von fantastischen Geschichten. Drei vollkommen korrekte Thesen, die ich nicht widerlegen kann.

Dennoch implizieren diese Annahmen nicht, dass du einfach eine gute Idee eines wirklich kreativen Schriftstellers kopierst (das ist Diebstahl und wird niemals belohnt, außer niemand merkt es) und damit reich und berühmt wirst.

Die Menschen, die Krimis, Horror und Fantasy mögen, wollen trotzdem immer wieder etwas Neues und Aufregendes lesen. Nicht jedoch die Geschichten, die du geklaut hast.

Entweder du denkst dir etwas aus, was es noch nicht gibt oder du kopierst einen roten Faden und malst ihn blau an.

Fehler #3 – Lernresistenz

Der größte Fehler, den du in deinem Leben machen kannst, ist die Weigerung, dazuzulernen. Diesen Fehler kannst du jeden Tag erneut machen oder ihn endlich vermeiden und darüber nachdenken, wo es noch hakt.

Beispielsweise werden Leser dieses Artikels diese Zeilen nicht zu Gesicht bekommen, wenn sie lernresistent sind. Sie denken nämlich, dass sie sehr offen für Ratschläge und neue Ideen sind; in Wirklichkeit sieht es ganz anders aus.

Nur ignorante (= dumme) Menschen lassen sich nicht belehren und wiederholen falsche Handlungen. Bist du dumm genug, um ein schlechtes Buch zu schreiben?

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Jade Juni 3, 2011 um 12:48

Ich bin jetzt 15 Jahre alt und bei der 93. Seite meines Buches :D
Es ist wirklich kein “Hit”, ich muss eben noch sehr viel dazulernen/üben ;o
Mir ist es zugegeben sehr oft zwischendrin passiert, dass ich nicht mehr wusste, wie es in der Geschichte weitergehen soll und so ist sie an manchen Stellen etwas unlogisch geworden…
Vorher ein “Manuskript” zu erstellen wäre da echt zu empfehlen xDD
LG, Jade

Kiefer Marcus Juli 14, 2011 um 00:06

Hallo Frederik,
Ich finde deine Seite super, ich habe mir schon oft überlegt, ob ich nicht einmal ein Buch schreiben sollte. Leider fühlte ich mich bis jetzt immer zu unsicher, um überhaupt damit anzufangen. Ich glaube durch deine Seite habe ich das Selbstvertrauen gefunden, das ich gebraucht habe.

Vielen vielen Dank,
Kiefer Marcus

Noch ein kleiner Spruch zu guter letzt.
Wir können das Leben nur mit dem Blick nach vorne gerichtet leben, es verstehen können wir jedoch nur, wenn wir einen Blick nach hinten werfen.

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